Erweiterungspläne
Die Pläne für die Caissons und die Umgebung sind im Augenblick ausgearbeitet und wurden den zuständigen Behörden auf dem Gebiet der Flutkatastrophe in Form einer Broschüre vorgelegt.
Auch die betroffenen Gebiete in Belgien und England werden in diese Pläne einbezogen. Während die Worte Gedenken, Erinnern und Wissen dem Museum als Leitmotiv gelten, liegt der Schwerpunkt bei der Erweiterung des Nationalen Monuments Flutkatastrophe 1953 auf den Bildungsaufgaben (Wissens- und Informationsvermittlung).
Es wird angestrebt, von der Vergangenheit aus einen Bezug zu künftigen Entwicklungen herzustellen. Immerhin belegen die Entwicklungen der vergangenen Jahre, dass man im Kampf gegen das Wasser immer wachsam bleiben muss. Der "Umgang mit Wasser " wird - nach der Erweiterung - ein wichtiges Element des Museums bilden.Wenn das Vorhaben umgesetzt wird, wird die Einrichtung selbstverständlich ganzjährig geöffnet sein und sich mindestens ein festangestellter Mitarbeiter mit den bildungs- und dokumentationstechnischen Aufgaben befassen.
Caissons
1. Caisson: Die Tatsachen
Im ersten Caisson bleibt die heutige Ausstellung erhalten, im hinteren Bereich des Caissons entsteht ein Empfangsraum für Gruppen und Büroeinrichtungen. Hier werden die Ereignisse dargestellt, die sich während der Katastrophe und im direkten Anschluss daran vollzogen haben.
2. Caisson: Die Emotionen
Hier soll das Projekt 1835 + 1 von Koert Davidse und Roel Wouters seinen Ausdruck finden. Die Produzenten des Films De Ramp (Die Katastrophe) erweisen hier den Opfern die Ehre und verleihen ihnen eine Stimme und ein Gesicht. Hier sieht und erlebt man einen leeren Caisson im Rahmen der Präsentation von 1835 + 1 und in einigen Nischen, neben dem völlig versunkenen Pfad, Bilder, die die Emotionen der ersten Stunden/Tage darstellen.
3. Caisson: Trockenlegung und Wiederaufbau
Hier trifft man auf eine dänische Geschenkwohnung (die als Notunterkünfte zur Verfügung gestellt wurden), deren Zimmer man zur Ausstellung des umfangreichen verfügbaren Materials, bestehend aus Filmen und Dokumentationen, und die großen Maschinen untergebracht.
Außerdem entsteht hier ein Ort zum Verschnaufen. Sie können hier mit einer Tasse Kaffee/Tee eine Pause einlegen bevor es weitergeht. In den Nischen entlang des Ganges wird das Thema Trockenlegung dargestellt. Über eine folgende Verbindung kommt man zum:
4. Caisson: Leben mit Wasser und Natur
Das Thema besteht hier aus: Bewusstwerdung des Raums für das Wasser (Umgang mit Wasser). In Rücksprache mit der nationalen Aufsichtsbehörde Rijkswaterstaat, der Wasserbehörde Zeeuwse Eilanden, der staatlichen Forstverwaltung Staatsbosbeheer, dem Nationalpark Oosterschelde, DELTA, der Provinz Zeeland und der Gemeinde Schouwen-Duiveland wird dieser Caisson eingerichtet. Das Thema Umgang mit Wasser, jetzt und in der Zukunft, wird mit Schilderungen, Versuchsaufstellungen und Experimenten dargestellt werden.
Beim Verlassen des Caissons gibt es ein Museumsgeschäft bzw. eine Info-Ecke über die Umgebung, mit Wander-/Radfahrstrecken usw.
Umgebung
Auch die Umgebung ist Teil des Nationalen Monuments. Schließlich sind die Prielen, das noch vorhandene Stück des alten Seedeichs, die Landfläche zwischen den Deichen, der neue Seedeich und das Naturgebiet im Umkreis der Prielen als direkte Folge der Katastrophe vom 1. Februar 1953 entstanden.
Draußen befindet sich auf dem kleinen Deich vor dem Caisson ein Aussichtsturm. Von dort aus hat man, über die Landfläche zwischen den Deichen hinweg, einen Blick auf die Oosterschelde.
Im Sanddeich, im Gebiet zwischen dem alten und dem neuen Deich, kann man die kleineren Caissons erkennen, die die staatliche Forstverwaltung Staatsbosbeheer im Rahmen dieses Projektes bloßlegen möchte.
Man kann beim Monument der Gemeinde Schouwen-Duiveland für die Opfer einhalten und über den Deich zum Eingang des Museums und den Parkplatz zurückgehen. Außerdem laden verschiedene Strecken zu einer Wanderung ein.
Wanderwege
In der Umgebung wurden Wanderwege angelegt oder ausgebessert. Eine Strecke (2 km) führt entlang der Prielen und der Oosterschelde wieder zurück zum Museumseingang. Einige andere Wege (5-8 km) ziehen sich durch das Naturgebiet, das die staatliche Forstverwaltung im Umkreis der ausgespülten Prielen angelegt hat, und entlang des Dorfes Ouwerkerk mit seinem Friedhof und den Geschenkwohnungen. Außerdem führt der Weg an den Resten des alten Seedeichs entlang bevor man wieder beim Museum ankommt.
Eine detaillierte Beschreibung der Strecken ist im Museum erhältlich.



