Deichreparatur (1953)
Diese Katastrophe hat in den Deichen etwa 100 Durchbrüche verursacht.
Mit der Reparatur wurde unverzüglich begonnen. Noch während der Katastrophennacht und an den darauffolgenden Tagen wurden zahlreiche Breschen mit Sandsäcken gedichtet. Diese 'Notdichtungen' wurden in den Wochen danach mit Steinen, Matten, Fangdämmen und Flößen verstärkt.
Die 67 großen Durchbrüche wurden im Laufe von 1953 mithilfe von Caissons und anderen schweren Materialien geschlossen. Viele Arbeitskräfte und Maschinen waren erforderlich, um diese riesige Aufgabe zu bewältigen. Deshalb schickte die Aufsichtsbehörde Rijkswaterstaat viele Ingenieure, die eigentlich für die Zuiderzeewerke zuständig waren, nach Schouwen. Bauunternehmer dirigierten viel Material von der Gesellschaft zur Ausführung der Zuiderzeewerke (MUZ) nach Zeeland.
In der Nacht vom 6. auf den 7. November wurde bei Ouwerkerk der letzte große Durchbruch gedichtet. Aus diesem Anlass hielt Königin Juliana eine Rede.
Die Deichreparatur in Zeeland wurde von einer speziell dafür ins Leben gerufenen Abteilung der Behörde Rijkswaterstaat, dem Dienst Deichreparatur Zeeland (DDZ) durchgeführt. Diese Abteilung war im Gistpoort in Middelburg untergebracht.
Auch in Nordbrabant übernahm die Behörde Rijkswaterstaat die Leitung der Deichreparatur. In Südholland übernahm die Behörde Provinciale Waterstaat die Regie.



