Die Bilanz
Die Katastrophe hatte unmittelbare und häufig einschneidende Folgen für die etwa 600.000 Einwohner der Provinzen Zeeland, Südholland und Nordbrabant.
Insgesamt verloren 1835 Menschen ihr Leben. Das Rote Kreuz veröffentlichte im Dezember 1953 eine Liste mit den Opferzahlen pro Gemeinde.
Am 1. und 2. Februar 1953 ertranken 1795 Menschen. Weitere 40 Opfer verstarben später als Folge der Entbehrungen, denen sie während der Katastrophe ausgesetzt waren.
Von den 1795 'direkten' Opfern fielen 864 in Zeeland, 677 in Südholland und 247 in Nordbrabant. In den anderen Teilen der Niederlande forderte der Sturm 7 Todesopfer.
Die am schwersten betroffenen Gemeinden in dem Katastrophengebiet waren Ouwerkerk (91 Tote bei 656 Einwohnern), Nieuwerkerk (in Zeeland) mit 288 Toten bei einer Einwohnerzahl von 1858) und Oude Tonge, wo es 305 Tote bei einer Bevölkerungszahl von 3.088 zu beklagen gab.
Cirka 72.000 Einwohner aus dem südwestlichen Katastrophengebiet mussten für längere Zeit evakuiert werden. Am 1. Mai waren noch 24.000 von ihnen und am 1. Oktober noch 11.000 nicht zurückgekehrt.
Mehr als 47.000 Stück Vieh und 140.000 Stück Geflügel kamen im Wasser um. Es wurden 3000 Wohnungen und 300 Bauernhöfe verwüstet und mehr als 40.000 Wohnungen und 3000 Bauernhöfe beschädigt. Eine fast 200.000 Hektar große Fläche wurde überschwemmt. Der gesamte Sachschaden wurde auf mehr als 1,5 Milliarden Gulden geschätzt.
Nicht nur die Niederlande waren von dieser Flutkatastrophe betroffen. Auch in England fielen mehr als 300 Opfer und in Belgien kamen 25 Menschen um. Auch Dänemark und Deutschland waren betroffen.



