Wechselausstellungen

Religion und Flutkatastrophen

Vor allem im Südwesten unseres Landes spielt der Glaube im Leben seiner Bewohner eine große Rolle.  Etwa die Hälfte aller Hochwasseropfer gehörte den strengeren, reformierten Kirchen an.

Diese Ausstellung widmet den Kirchengebäuden ihre Aufmerksam, aber auch dem Kontakt zwischen den Pfarrern und Mitgliedern der kirchlichen Gemeinden, die während der Evakuierung über das ganze Land verstreut waren.

Die Gestalter wollten keine Gesamtübersicht erstellen, sondern nur darlegen, was mit den Gebäuden geschehen ist, wie diese nach der Rückkehr vorgefunden wurden und ihre Aufmerksamkeit auch der bei solchen Katastrophen immer präsenten Heilsarmee widmen.  

Von den Kontakten mit den Evakuierten gibt es viele Rundschreiben, die dazu dienten, einander zu informieren.  Die Kirche gab halt, man teilte Freud und Leid. Zudem haben wir anhand des vielen Materials feststellen können, dass es viel ökumenische Zusammenarbeit gab.

Die unterschiedlichen Annäherungsweisen zwischen Katholiken mit ihren Andachtsbildchen und den strengeren Reformatoren mit ihren Predigten wird nur kurz berührt.

Einen anderen, einflussreichen Aspekt des Glaubens finden wir in der Namensgebung der Sturmfluten.

Dank einer Untersuchung Jasper Goedbloeds nach Überflutungen, die den Namen des Heiligen, an dessen Geburtstag die Katastrophe stattgefunden hatte, bekamen, wie die St. Ignatiusflut vom 1. Februar 1953 und eines Beitrags der Kattendijke/ Druckerstichting,  haben wir zu dieser Ausstellungen das kleine Buch  

1 Febr.1953  die St. Ignatiusflut  - Sturmflutkatastrophen mit einem Heiligennamen

herausgegeben.   

Ein Nachschlagewerk, das uns bleibend an die Rolle der Kirche in bangen Tagen erinnert.

 

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